Tipps für tolle Outdoor-Fotos und Videos: Am Strand und unter Wasser

Strandspaß, faszinierende Uferlandschaften, bunte Unterwasserwelt – dies im Bild festzuhalten gelingt mit einigen Grundkenntnissen.

Tipp #1: Die Kamera

Falls Sie bereits eine Kamera mit Display besitzen, reicht oft der Erwerb eines Unterwasserschutzes. Reine Sucherkameras sind für die Verwendung unter Wasser allerdings ungeeignet.

Beim Neukauf einer tauchfesten Kompakt- oder Systemkamera achten Sie besonders auf die Bildqualität und das Rauschverhalten bei schlechtem Licht, auch wenn Sie dafür ein paar Euro mehr ausgeben müssen. Ebenfalls sehr wichtig ist der Weitwinkelbereich, 28 mm sollten es mindestens sein, besser sind 24 mm oder weniger. Eine kurze Auslöseverzögerung ist ebenfalls entscheidend, sonst sind Fisch oder Ball schon längst weg bevor das Bild im Kasten ist.

Für Schnorchler reicht eine Tauchfestigkeit bis zu 3 Metern, für Taucher sollten es schon 18 Meter sein. Auch Smartphones können tauchfest ausgerüstet werden. Spiegelreflexkameras sind allein schon wegen der Kosten und der Bedienung eher für passionierte Unterwasserfotografen geeignet, haben aber dafür enorme Vorteile in den entscheidenden Disziplinen Lichtstärke und Auslöseverzögerung.

Tipp #2: Kameraschutz

Vergessen Sie den Trick mit der zugebundenen Plastiktüte. Investieren Sie besser in ein gutes Unterwassergehäuse. Die gibt es für jeden Kameratyp, auch für Smartphones. Klugerweise schützen Sie auch Ihr Outdoor-Smartphone. Greifen Sie zu bewährten Modellen, auch wenn Sie dafür etwas mehr ausgeben müssen. Trotz Schutzgehäuse muss die Kamerabedienung einfach und schnell bleiben, Fische warten nicht aufs Foto.

Tipp #3: Zubehör

Schützen Sie Ihre Kamera mit einer Tasche gegen Sand und Wasser. Taucher benötigen viel Licht. Kamerablitze sind viel zu schwach. Externe Blitzanlagen oder tragbare Scheinwerfer bieten sich an, von Taschenlampen ist eher abzuraten, da sie oft die Farben verfälschen. Unter Wasser ist der Weitwinkelbereich des Zooms hilfreich, um ganz nah ans Motiv zu kommen und das wenige Licht bestmöglich auszunutzen. Wählen Sie Ihre Speicherkarten in ausreichender Größe.

Tipp #4: Vorbereitungen und Pflege

Sorgen Sie für volle Akkus und leere Speicherkarten. Unter Wasser können Sie nicht wechseln, am Strand sollten Sie die Kamera möglichst geschlossen halten. Bewahren Sie die Kamera vor Sand, Sonne und Wasser geschützt auf. Lassen Sie Wasserspritzer nicht antrocknen, Salzwasserspritzer wischen Sie schnellstmöglich feucht ab. Ein weicher Pinsel entfernt Sand und Schmutz aus den Ritzen der Kamera. Reinigen Sie Ihre Kamera möglichst täglich.

Tipp #5: Das beste Strandlicht

Die Mittagszeit beschert steil einfallende Lichtstrahlen und somit harte Kontraste – ausgefressene helle und abgesoffene dunkle Bereiche sind die Folge. Die Motive, vor allem Gesichter, sind unvorteilhaft ausgeleuchtet. Nutzen Sie die Vormittags- und Nachmittagsstunden. Dieses Licht bringt auch mehr Tiefe in Ihre Bilder. Leicht diesiges Licht zu jeder Tageszeit sorgt für gute Ausleuchtung und angenehme Farben, aber den Himmel sollten Sie dann möglichst nicht aufs Bild nehmen. Heller Sand täuscht gern die Belichtungsautomatik, wählen Sie dann ein Strand- oder Schnee-Motivprogramm oder setzen Sie die Belichtungskorrektur Ihrer Kamera auf einen passenden Plus-Wert.

Tipp #6: Ideales Tauchlicht

Für Taucher und Schnorchler dagegen ist Mittagslicht ideal, denn es sorgt für satte Unterwasserfarben. Nachmittagslicht bringt auch hier eine interessantere Perspektive ins Bild. Beim Tauchen ab 3 Meter Wassertiefe werden die Farben zunehmend blaustichig. Wer das nicht mag, kann einfach den Weißabgleich an der Kamera ändern um die Farben wärmer erscheinen zu lassen. Achten Sie auf ruhiges Wasser und wenig Wind.

Tipp #7: Strandleben

Entspannung und Spaß am Strand sind immer Fotos wert. Fotografieren / filmen Sie Ihre Familie mit Tele-Brennweiten. Vor allem Bilder der spielenden Kinder werden so viel spontaner. Nehmen Sie das Strandleben in allen Facetten auf: Ihre Lieben beim Sonnen, im Wasser, beim Federball, an der Strandbar. Nahaufnahmen nicht vergessen! Fotografieren Sie jedoch nie andere Menschen ohne deren ausdrückliche Zustimmung.

Tipp #8: Fische und Co.

Fische sind scheue Wesen, bewegen Sie sich also so wenig wie möglich. Warten zahlt sich aus. Vor allem beim Filmen lassen Sie sich besser reglos treiben. Achten Sie auch unter Wasser auf Ihre Umgebung und bewegen Sie sich durch Unterwasserlandschaften, ohne dabei etwas zu zerstören.

Tipp #9: Bildgestaltung

Gehen bzw. tauchen Sie so nah ran ans Motiv wie möglich, auch bei Landschaftsaufnahmen. Fische sollten Sie auf Augenhöhe oder von unten nach oben fotografieren – von der Seite oder von vorn. Lassen Sie den Tieren ausreichend Platz vor der Nase. Platzieren Sie wenn möglich Ihr Motiv nicht in die langweilige Bildmitte. Horizontlinien im unteren Bilddrittel betonen die Ferne, im oberen Bilddrittel platziert sollte der Vordergrund ausreichend interessant sein, beispielsweise eine spiegelnde Wasserfläche oder eine Korallenlandschaft.

Tipp #10: Bildbearbeitung

Enttäuschende Unterwasserfotos lassen sich durch digitale Nachbearbeitung entscheidend verbessern. Oft reichen die Automatikfunktionen günstiger oder kostenloser Programme, um Kontraste und Farbverschiebungen zu verbessern. Auch Bildausschnitte, die das Hauptmotiv ansprechender positionieren, sind leicht gemacht. Schwierig bis unmöglich wird es aber bei stark verwackelten oder verrauschten Aufnahmen. Hier kann oft auch die beste Software nichts mehr ausrichten. Man sollte also keine Wunder erwarten und schon beim Kauf der Kamera auf ein lichtstarkes Objektiv sowie ein gutes Rauschverhalten bei wenig Licht achten.

Siehe auch:

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Ein Gedanke zu “Tipps für tolle Outdoor-Fotos und Videos: Am Strand und unter Wasser

  1. benjamin korn

    Hi , danke für deine tips! Ich bekomme morgen meine sj4000 und freue mich schon sehr. Ich will auch alle falle gleich mal schnochreln gehen. Wir haben hier auf mallorca ja perfekte vorraussetzungen zum tauchen. Ich werde an deibe tips denken.