Tipps für tolle Outdoor-Fotos und Videos: Sport und Freizeit

Sport und Freizeit sind die Domäne schneller Kameras. Tipps für Sportfotografie lassen sich auf jeden Freizeitspaß übertragen, Tennis in Wimbledon und Badminton am Badesee sind fotografisch gesehen gar nicht so unterschiedlich.

Tipp #1: Die Kamera

Die Sportfotografie ist die Domäne schneller Kameras und lichtstarker Objektive. Spiegelreflexkameras sind hier eindeutig im Vorteil, allerdings bieten sie keine oder stark eingeschränkte Videomöglichkeiten an. Bei Kompakt- und Systemkameras achten Sie auf schnelle Auslösung. Vorsicht: die angegebenen Werte beziehen sich oft auf einen Teilbereich des Auslösevorgangs und Sie fotografieren trotzdem hübsche, aber leere Landschaften, weil das Sportmotiv beim Auslösen schon lange weg ist.

Tipp #2: Zubehör

Wichtigstes Zubehörteil ist das Teleobjektiv bzw. ein ausreichendes Telezoom bei Kompakt- und Systemkameras. Bei Spiegelreflexkameras haben sich Telezooms im Bereich von etwa 70-200 mm bewährt. Idealerweise können Sie Verschlusszeit und Blende halbautomatisch oder manuell einstellen. Ein leistungsfähiger Blitz mit hoher Leitzahl und schwenkbarem Kopf kommt oft gelegen.

Tipp #3: Akkus und Speicherkarten

Von beidem sollten Sie reichlich Vorrat mitnehmen, denn bei der Actionfotografie werden oft viele Aufnahmen gemacht, besonders bei Serienaufnahmen. Die Speicherkarten sollten nicht zu klein sein, damit Sie nicht ständig wechseln müssen. 200 Aufnahmen sind schnell gemacht. Achten Sie auf voll aufgeladene Akkus und formatierte Speicherkarten, bevor Sie aufbrechen.

Tipp #4: Serienfunktion

Je schneller die Serienfunktion, desto besser die Ausbeute? Das gilt nicht immer. Serienaufnahmen helfen meist, aber mitunter ist der beste Moment zwischen zwei Aufnahmen. Das gilt vor allem für Sportarten, bei denen es auf einen ganz bestimmten kurzen Moment ankommt. Oft kommt es aber so genau nicht. Trotzdem sollten Sie lernen, Ihren Blick für den richtigen Moment zu schulen. Hilfreich sind Serienaufnahmen auch bei nicht voraussehbaren Aktionen wie Mannschaftsgerangel um einen Ball.

Tipp #5: Hallensport

Hier sind Kameras mit sehr lichtempfindlichen Sensoren gefragt, die hohe ISO-Einstellungen für ausreichend kurze Verschlusszeiten erlauben. Dabei ist auch ein gutes Rauschverhalten der Kamera wichtig. Blitzen ist oftmals nicht erlaubt und meist auch wegen der großen Entfernungen nicht sinnvoll. Wegen des relativ gleichmäßigen Lichtes ist eine manuelle Kameraeinstellung mit ISO-Automatik oft eine gute Wahl. Hallenschulsport, Tanzveranstaltungen und Bühnenaufführungen bewältigen Sie auf diese Weise ebenfalls mit Bravour.

Tipp #6: Perspektive

Fotografieren Sie wenn möglich nicht „von oben nach unten“. Hinsetzen, runter auf die Knie oder auf den Boden ist die Devise. So bekommen Sie dynamischere Fotos. Korrigieren Sie die Belichtung in den Plusbereich, wenn Sie gegen den Himmel fotografieren, da der Sportler sonst meist stark unterbelichtet wird. Ein faltbarer Anglerstuhl ist immer hilfreich, ebenso eine Matte oder Plastikfolie für den Boden. Vergessen Sie auch Ersatzkleidung und Kameraschutz in Form von Plastiktüten, feuchten Wischtüchern, weichen Bürsten und Pinseln nicht, falls es „da unten“ nass oder schmutzig wird.

Tipp #7: Entscheidende Momente

Sportfotos sind dann besonders intensiv, wenn sie die entscheidenden Momente abbilden: Den Hürdenläufer oder Springreiter im Scheitelpunkt des Sprungs, den Motocrossfahrer in einer schlammigen Kurve, den Läufer in der kraftvollsten Bewegungsphase. Bei Ballsportarten gehört der Ball im allgemeinen mit auf das Bild. Sie sollten die Sportart also gut kennen, um rechtzeitig abzudrücken.

Tipp #8: Die ideale Stelle

Beim Fußball hinterm Tor, beim Motorsport möglichst am Ende einer Kurve, jeder Sport hat seine idealen Standpunkte. Erkundigen Sie sich vorher, wohin Sie sich stellen dürfen, und respektieren Sie unbedingt Sicherheitsvorschriften. Wenn der Sport trotz idealem Standpunkt grad am anderen Ende des Spielfeldes stattfindet, schauen Sie um sich: der Trainer auf der Bank, eine jubelnde Zuschauergruppe, Action am Würstchenstand – Impressionen vom Rande des Geschehens runden die Sportfotografie ab.

Tipp #9: Mitzieher

Diese verwischten Aufnahmen geben Bewegung und Dynamik besonders eindrucksvoll wieder. Mitzieher eignen sich besonders für Sportarten mit gleichmäßiger Bewegung, Wichtig ist ruhiges Verfolgen des Sportlers und Auslösen im geeigneten Moment. Die Verschlusszeit sollte je nach Geschwindigkeit des Sportlers 1/60 sec oder länger sein. Ein scharfer Referenzpunkt ist meist von Vorteil, beispielsweise der Kopf und Rumpf des Läufers, während Arme und Beine verwischt sind.

Tipp #10: Freizeitvergnügen

Alle aufgeführten Tipps lassen sich auf jeden Freizeitspass übertragen. Hier können Sie zudem Ihre Experimentierfreudigkeit ausleben und das Geschehen dirigieren. Lassen Sie sich vom Spaß der Akteure mitnehmen und halten Sie Emotionen fest. Achten Sie besonders darauf, dass die Akteure gut zu erkennen sind, das erhöht die Freude an den Fotos. Und vergessen Sie nicht: Auch Chillen gehört zur Freizeit, so mehr als geruhsame Sportart.

Siehe auch:

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